Wenn es anders kommt als geplant …
… kann Gott aus dem Minus ein Plus machen

 

Das Leben stört immer. Harmonieerwartungen sind der sichere Tod für das kleine irdische Glück. Mal sind die Haare zu dicht, dann zu dünn besetzt auf dem Kopf. Der Urlaub ist zu sonnig oder sehr verregnet. Die Kinder sind zu langweilig oder viel zu aktiv. Die Erfahrung lehrt, dass es erstens immer anders kommt, und zweitens? Als Gott lenkt!

 

Damit meine ich nicht, dass Gott uns führt wie Marionetten. Wohl aber, dass ich zu ihm unbedingt vertraue. Ich kann mir kein Geschick ohne ihn denken. Er hat ein Ohr für meine Klage. Er freut sich an meiner Freude. Gott ist mit mir stumm vor Schmerz. Und er jubelt mit allen Engeln über ein unverhofftes Glück. Seine Hand ist in meinem Lebensspiel nicht wegzudenken. Ich bemühe Gott nicht erst, wenn ich nicht mehr weiterweiß. Meistens ist es dann sowieso zu spät. Vielmehr lasse ich Gott in der Mitte meines Alltags zu. Er trägt mich zur Arbeit und er beflügelt meine Freizeit. Mit ihm gehe ich wandern und in ihm ruhe ich aus.

 

Die heißen Augusttage bieten gute Übungsstunden. Der Urlaub hat doch sicher noch einige freie Minuten für Beten und Singen, fürs Lesen eines geistlichen Buches oder für ein Gespräch über die Frage, wo Gott in den letzten Monaten bei Ihnen daheim Spuren hinterlassen hat. Gerade da, wo was querlag, kann der Blick auf das Kreuz uns belehren: Das Leben stört immer! Wo es nicht so kommt, wie wir planen, kann Gott aus dem Minus ein Plus machen. Die Sonneneinstrahlungen der Sommertage mögen Ihnen davon erzählen. Gewinnen Sie eine neue Lust auf das Leben. Wo es anders kommt als geplant, können Sie probieren, statt Störung zu erleiden, die Herausforderung darin zu entdecken. Und in Gottes Namen anzunehmen.

 

 

Bruder Paulus, www.bruderpaulus.de, In: Pfarrbriefservice.de

 


Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

 

"Gesundes Neues"

 

Mit einem guten Wunsch das neue Jahr beginnen

 

 

Nach den Tagen des Weihnachtsfestes, des Ausruhens, der Besuche und des Jahreswechsels geht es wieder los mit dem Alltag. So mancher Vorsatz für das neue Jahr ist noch frisch und er soll es sicher in den kommenden Wochen und Monaten bleiben.

Beim ersten Wiedersehen im neuen Jahr  - mit Kollegen, Nachbarn oder Geschäftspartnern - begrüßt man sich nicht mit „Hallo“ oder „Guten Morgen“. Nein, beim ersten Mal im neuen Jahr ist ein Wunsch dabei. Im meiner Heimat Thüringen wünscht man sich oft „ein gesundes Neues“. Gemeint ist das neue Jahr und die Gesundheit steht ganz oben bei dem, was man sich und anderen für dieses neue Jahr wünscht.

 

 

 

Hauptsache gesund?
Mir kommt bei diesem Wunsch dann immer der witzige Spruch eines Freundes in den Sinn. Er antwortete auf die Bemerkung „Hauptsache gesund“ mit der Feststellung: „Auf der Titanic waren die Leute gesund, genützt hat es ihnen auch nichts.“

Für mich nimmt dieser kleine Scherz nichts von der Wichtigkeit eines gesunden Körpers. Er macht mir aber zugleich deutlich, dass es wohl noch mehr als nur Gesundheit braucht. Ich denke an Menschen, die in Krankenhäusern oder Altenheimen verbittern, weil ihr Körper hinfällig und schmerzbeladen ist. Und ich denke an Menschen, die an den gleichen Orten und mit ähnlichen Beschwerden ausgeglichen und dankbar sind. Menschen, die in gewisser Weise froh sind über jeden neu geschenkten Tag – trotz aller Schmerzen und Begrenzungen.

 

 

Ein gesegnetes neues Jahr
Wenn ich heute oder in den nächsten Tagen die verschiedensten Menschen begrüße, wünsche ich ihnen ein gesegnetes neues Jahr. Dieser Gruß ist hier in Thüringen keineswegs selbstverständlich. Für mich steckt darin der Wunsch, dass Gott die Wege dieses Menschen begleiten möge – egal ob er an Gott glaubt oder nicht. Gottes Segen, das ist kein Talisman, der billig Gutergehen gegenüber einem blinden Schicksal verspricht. 

Gottes Segen, das heißt für mich, dass der andere in der innersten Mitte seines Lebens Kreativität und Ruhe findet. Es heißt für mich, dass Gottes liebende Nähe Glück und Zuversicht ermöglicht und dass diese Nähe es auch in den schweren Zeiten vermag, unser Herz zu trösten und unser Leben zu halten. Gottes Segen – seine Nähe - verhindert nicht das Unglück oder die Krankheit, sondern hilft und stärkt, es zu tragen. Der Wunsch nach einem gesegneten neuen Jahr schließt das „gesunde Jahr“ nicht aus. Er schließt aber auch die anderen Zeiten ein.

 

 

mit freundlicher Genehmigung:
Autor: Dr. Kurt Herzberg, Katholische Hörfunkarbeit für Deutschlandradio und Deutsche Welle, Bonn, www.dradio-dw-kath.eu. In: Pfarrbriefservice.de

 


stürme

Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de

Gut tut es, sich durchblasen zu lassen 

vom kräftigen Herbstwind. 

Das Oberflächliche versinkt, 

das Unterste kommt aus der Tiefe.

 

Gut tut es, ab und an 

den Naturgewalten ausgeliefert zu sein, 

die eigene Ohnmacht, 

die eigenen Grenzen zu spüren.

 

Gut tut es, 

sich den Stürmen des Lebens zu stellen, 

sich zu erproben in Herausforderungen 

und irgendwo eine Schutzhütte zu kennen.

 

Wer sich im Windschatten immer ausruhen, 

nur die Sonnenseiten genießen will, 

versteht nichts von der Fülle des Lebens 

und wird an der Oberfläche bleiben.

 

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

 


Ein neues Jahr beginnt

 

 

 

Heute geht für mich

 

erneut die Sonne auf.

 

Alles ist belebt,

 

alles ist beseelt,

 

alles scheint zu mir

 

von meiner Leidenschaft

 

zu sprechen,

 

alles lädt mich ein,

 

von mir geehrt zu werden…

 

 

 

(NINON DE LENCLOS (1620-1705)

Oktober

 

 

 

Ein Zuhause und ein Herz -

mehr brauchst du nicht,

um glücklich zu sein.

                                              Phil Bosmans

Sommer

   Lebensfreude - Glaubensfreude

 

Glück kann man nicht machen und auch nicht kaufen:

    Es ist in jedem Augenblick schon da.

 Es gilt nur, diese Momente des Glücks wahrzunehmen,

     die uns das Leben bietet und die uns Gott schenkt.

(Anselm Grün)

 

Mai

 

 

 

Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt

und nicht die Erfüllung

Arthur Schnitzler (1862-1931)

 

 

 

Bild: Martin Manigatterer / In: Pfarrbriefservice.de


April

Bild: Martin Manigatterer / In: Pfarrbriefservice.de

 

Aus der Quelle

 

Die Liebe ist eine Quelle, aus der wir schöpfen dürfen.

 Wenn wir aus dieser Quelle heraus leben,

dann geht Gutes von uns aus.

Text: Anselm Grün / aus: Erfülltes Leben - Erfüllte Zeit

 


Papst Franziskus - Botschaft zur Fastenzeit

„Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (Mt 9,13).

Die Werke der Barmherzigkeit auf dem Weg des Jubiläums

 

 

 

 

 

Bild: Martha Gahbauer / In: Pfarrbriefservice.de


Zur närrischen Zeit

 

 

 

 

 

 

 

Wer über alles lachen könnte, würde die Welt beherrschen.                                                  Friedrich von Schiller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Sarah Frank In: Pfarrbriefservice.de


Zum neuen Jahr

Möge das Glück

 immer greifbar sein für dich,

 mögen gute Freunde

 immer in deiner Nähe sein,

 möge dir jeder Tag, der kommt,

 eine besondere Freude bringen,

 die dein Leben heller macht.

                                           (Irischer Segenswunsch)

Bild: Martin Manigatterer / In: Pfarrbriefservice.de


Dezember

UND ES WIRD EIN REIS HERVORGEHEN

AUS DEM STAMM ISAIS UND EIN ZWEIG

AUS SEINER WURZEL FRUCHT BRINGEN.

AUF IHM WIRD RUHEN DER GEIST DES HERRN.

JES 11.1.2


November

Sei getrost

 

Es ist nicht ein: „Immer-noch-nicht“.

Du hast einmal nicht ganz gut  auf Dich aufgepasst.

 

Es ist nur eine kleine   Unaufmerksamkeit Dir selbst gegenüber gewesen.

 

Du hast in der Zwischenzeit genug gelernt, genug getan.

 Vertraue Dir und gehe unbesorgt weiter Deinen Weg.

 Es ist ein: „Ich-schaffe-es“.

Bild: Friedbert Simon / In: Pfarrbriefservice.de